Sinnkrisen in Krisenzeiten
Der beraterische und persönliche Umgang mit „Losigkeits-Gefühlen“
Freudlos, hoffnungslos, perspektivenlos, sinnlos… Die „Losigkeits-Gefühle“ greifen um sich, auch in der Beratung. Zu den individuellen Krisen – wie sie beispielsweise durch Verlust, Krankheit oder Streit hervorgerufen werden – kommen kollektive Krisen durch Krieg und Bedrohung, Inflation, Klimaveränderung und andere eruptive Veränderungen der Welt. Bislang außer Diskussion stehende Normen und Werte im Umgang miteinander scheinen außer Kraft gesetzt. Menschen fürchten um ihre Existenz und beginnen, oft irrationale oder für andere schwer nachvollziehbare Handlungen zu setzen. Beratung und Therapie werden auf die eine oder andere Art und Weise zu Brennpunkten des Geschehens.
Highlights
- Das Spannungsfeld zwischen „Ich“ und „Welt“ und die daraus entstehenden inneren und äußeren Konflikte
- Quellen von Sinnverlust, Frustration und Aggression
- Die existenzielle Wende nach Viktor Frankl und die daraus entstehende Frage nach dem Sinnvollen
- Der Blick auf das Mögliche und ein angemessener Maßstab für Welt- und Selbstwahrnehmung
- Werte, Werte-Blindheit und deren Bedeutung für Orientierung und Sinn
- Erhalt von Handlungsfähigkeit bei schrumpfenden Spielräumen
- Methoden zur Resilienzsteigerung und hilfreiche mentale Haltungen
- Eigene Positionierung zu den unterschiedlichen Aspekten von Sinn, Krise und Wertewandel
Zielsetzung & Kompetenzgewinn
- Sie reflektieren Ihre professionelle Rolle im Umgang mit individuellen und kollektiven Sinnkrisen.
- Sie unterstützen Klient:innen dabei, innere Räume zu öffnen, in denen differenziertes Denken und Handeln wieder möglich wird.
- Sie begleiten Menschen bei der Erschließung neuer, bislang verborgener Sinnquellen.
- Sie setzen sich mit persönlichen Werten als strukturgebendem Rahmen für Sinn auseinander.
- Sie klären für sich selbst die Frage nach dem Sinnvollen im professionellen Handeln.
- Sie reflektieren eigene Grenzen und „rote Linien“ im Umgang mit Wut, Aggression und dem Infragestellen bislang selbstverständlicher Werte.
Zielgruppe
Das Seminar richtet sich an Berater:innen, Psychotherapeut:innen, Psycholog:innen, Pädagog:innen, Sozialarbeiter:innen sowie Fachpersonen aus psychosozialen und beratenden Kontexten.
Methodik
Theorieinput, Gruppenarbeiten, Plenumsdiskussionen, Praktisches Erproben beraterischer und therapeutischer Tools, Selbsterfahrung
Referent:in

Mag.a Kristina Zettl
Psychosoziale Beraterin (Lebens- und Sozialberaterin), Unternehmensberaterin, Wirtschaftscoach, Supervisorin (eingetragen in Expert:innen-Pool „Supervision“ des Fachverbandes Personenberatung), Vortragende

