Psychisches Leiden aus kultureller Perspektive
In der Beratung und Betreuung von Menschen mit verschiedenen kulturellen Hintergründen kommen nicht selten Besonderneiten im Umgang mit psychischem und sozialem Leiden zum Vorschein. Häufig bestehen zwischen Fachpersonen und Klient:innen mit Migrationshintergrund Unterschiede in der Auffassung und Äußerungsnormen von psychischen Symptomen. Ebenso oft sind Unterschiede im Umgang mit medizinischen und psychosozialen Angeboten erkennbar. Zudem können Wissenslücken und rechtliche Faktoren die Beziehung zwischen Klient:innen und Fachpersonen beeinflüssen. Im Seminar werden Hintergründe dafür thematisiert und professionelle Handlungsoptionen geübt.
Highlights
• Erklärungsansätze von kulturellen Unterschieden und Gemeinsamkeiten
• Universalität und Kulturrelativität von psychischen Erkankungen
• Gesundheit,Schmerz und die Frage der Somatisierung
• Phasen und Verarbeitung von Migrationsprozessen
• Interkulturelle Kommunikation und transkulturelle Kompetenz in Beratung und Betreuung
• Sprachliche Verständigung und dolmetschmediierte Beratung
Zielsetzung & Kompetenzgewinn
Die Teilnemer:innen setzen sich mit kulturellen Aspekten von psychischen Erkrankungen auseinander, erweitern ihr Hintergundwissen über kulturelle und strukturelle Faktoren, die Leidensäußerungen beeinflußen und reflektieren die Rolle von Migration im Beratungsprozess.
Methodik
Input, Fallbeispiele, Rollenspiele, Videoausschnitte.
Referent:in
Mag.a Olga Kostoula
Klinische und Gesundheitspsychologin, Arbeitspsychologin, Notfallpsychologin, Studium in Griechenland, Fachausbildung in Frankreich, lang-jährige Tätigkeit in einer interkulturellen Beratungsstelle, Lektorin an der Universität Linz und der Fachhochschule OÖ, Partnerin des Netzwerks BGF für interkulturelle Themenstellungen in der betrieblichen Gesundheitsförderung.

