Systemsprenger - Wer sprengt hier eigentlich was?

Ein Seminar über den Umgang mit herausforderndem Verhalten in der sozialpsychiatrischen Rehabilitationsarbeit

 

„Systemsprenger“, „herausforderndes Verhalten“, „Junge Wilde“, „Verhaltenskreative“ – diese und ähnliche Schlagworte beschreiben scheinbar besondere Eigenschaften bestimmter Klient:innen, die sich im Kontext von Unterstützung, Betreuung und Therapie destruktiv verhalten. Dieses Phänomen betrifft nicht nur die Arbeit mit Jugendlichen, sondern zeigt sich in besonderem Maße auch im sozialpsychiatrischen Arbeitsfeld. „Systemsprenger“ beherrschen es, andere in Angst und Unsicherheit zu versetzen. Sie provozieren, überschreiten Grenzen, verweigern Kooperation und Dialog. In therapeutischen Gruppensettings erzeugen sie nicht selten Chaos, Resignation und Hilflosigkeit – auf Seiten der Klient:innen wie auch der Fachkräfte.

Highlights

  • Systemische Perspektiven auf „Systemsprenger“
  • Dynamiken zwischen Klient:innen und System verstehen
  • Eskalationsmuster erkennen und unterbrechen
  • Eigene Haltung reflektieren
  • Konkrete Handlungsoptionen für die Praxis entwickeln

Zielsetzung & Kompetenzgewinn

  • Reflexion eigener professioneller Haltungen und Zuschreibungen
  • Auseinandersetzung mit systemischen Erklärungsmodellen
  • Entwicklung alternativer Sichtweisen und Handlungsoptionen
  • Erweiterung der Handlungssicherheit im Umgang mit hoch herausforderndem Verhalten
  • Stärkung der Team- und Systemperspektive

Zielgruppe

Mitarbeiter:innen aller Professionen im sozialpsychiatrischen Arbeitskontext

Methodik

Das Seminar bietet fachliche Impulse und theoretische Modelle sowie Raum für die Einbringung eigener Fallbeispiele. Anhand konkreter Praxissituationen werden gemeinsam systemische Lösungsansätze erarbeitet.

Referent:in

Dipl.-Päd. Joachim Speicher

Referent im Grundkurs Tirol