Persönlichkeitsstörungen
Betreuung und Begleitung von Menschen mit Persönlichkeitsstörungen
Menschen mit Persönlichkeitsstörungen haben trotz großer Unterschiede in Dynamik und Erscheinungsbild der Störung eine gemeinsame Schnittmenge: Ihre Beziehung zu anderen Menschen ist beeinträchtigt. Im Zusammenleben kommt es oft zu interpersonellen Stress in Form von Misstrauen, Selbstunsicherheit, Zwängen, aber auch unkontrollierten Gefühlsausbrüchen die oft feindselige, aggressive Verhaltensweisen zur Folge haben oder völlig unkritischer Verklärung, Idealisierung des Gegenübers. Eine falsche Bemerkung und die Stimmung verändert sich, ein falscher Blick und das Misstrauen ist geweckt, ein abgesagter Termin und das ganze System wird in Frage gestellt. Sie folgen früh erworbenen inneren Arbeitsmodellen die ihnen in der frühen Kindheit das Überleben in einer schwierigen, manchmal auch gefährlichen, traumatisierenden interpersonalen Umgebung gesichert haben. Diese verinnerlichten Bewältigungsmodelle verlieren sich aber nicht im erwachsenen Leben sondern erzeugen regelmäßig Konflikte, unkontrollierte Emotionen oder Vermeidungsverhalten.
Highlights
- Entstehung – Störungsbild – Interaktion – Beziehungsgestaltung
- Die innere und die äußere Bühne: die Entwicklung eines inneren Arbeitsmodells
- Störungsbilder: Nähe Störung, Distanzstörung, hybride Formen
- Emotional instabile-impulsive Persönlichkeitsstörungen inklusive Borderlinestörung
- Neurobiologisches Erklärungsmodell zur Persönlichkeitsstörung (Bindung, Trauma, Stress, Affektregulation, Epigenetik)
- Beziehungs- und bindungsorientiertes Betreuungsmodell
- Reflexive Kompetenz- Stressbewältigung-Eigenregulation
- Gestaltung eines therapeutischen Milieus und Betreuungsrahmens für Menschen mit Persönlichkeitsstörung
- Fallbeispiele, Praxisbeispiele, Übungen
Zielgruppe
Psycholog:innen, Psychotherapeut:innen, Ärzt:innen, Sozialarbeiter:innen, Sozialpädagog:innen, Pflegepersonal.
Referent:in
Peter Kraus
Fachkrankenpfleger für Psychiatrie Experte für Deeskalationsmanagement, Mitbegründer der Bewegung NeuroDeeskalation seit 25 Jahren nebenberufliche Dozententätigkeit zu den Fachthemen: Deeskalationsmanagement, Betreuungsprozess in der Psychiatrie, Sozialpsychiatrie, beziehungs-bindungsorientierte Betreuung, Begleitung von Menschen mit psychischen Erkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Sucht, Borderline, Dissozialität, Neuro-Deeskalation, emotionale Kompetenz u. a.

