Cybertrauma: Können virtuelle Erfahrungen traumatisieren?

 

Digitale Mediennutzung kann heutzutage auch Auslöser für traumatische Erfahrungen sein, die sogenannten „Cybertraumata“. In diesem Workshop werden verschiedenen Formen (z.B. Mobbing, Stalking, sex. Gewalt, Cyberdating-Missbrauch) und Auswirkungen von Cybertraumatisierung auf Betroffene dargestellt. Dazu wird Grundlagenwissen zu Traumata und Traumafolgen vermittelt und anschließend die Besonderheiten bei Cyberdelikten erklärt, sowie praktische Implikationen für die psychotherapeutische und beratende Tätigkeit erläutert.

Highlights

  • Hintergrundwissen: Traumata und Traumafolgen
  • Formen von potenziell traumatischen Ereignissen im virtuellen Raum: Prävalenz, Risikofaktoren, Folgen
  • Besonderheiten von Cyberdelikten
  • Besonderheiten in der therapeutischen Arbeit mit Täter:innen und Opfern
  • Zudem werden neben den Risiken des Internet auch die Chancen für die Behandlung traumatisierter Personen vorgestellt (z.B. Virtual Exposure Therapy, Serious Games, Apps, usw.)

Zielsetzung & Kompetenzgewinn

Aktuelles Wissen zu Cybertraumatisierungen und dem therapeutischem Umgang mit Täter:innen und Opfern; zudem basale Kenntnisse über digital unterstützte Therapieangebote für traumatisierte Menschen.

Zielgruppe

Fachkräfte aus psychosozialen, psychotherapeutischen, klinisch-psychologischen und beratenden Arbeitsfeldern, die mit traumatisierten Personen oder Täter:innen arbeiten, darunter Psychotherapeut:innen, Klinische und Gesundheitspsycholog:innen, Sozialarbeiter:innen, Berater:innen sowie Mitarbeitende aus Opferschutz- und Gewaltpräventionseinrichtungen.

 

 

Methodik

Impulsvortrag, Gruppenarbeit, Übungen, Selbsterfahrung.

Referent:in

Univ.-Prof.in Dr.in Christiane Eichenberg

Diplom-Psychologin, Psychotherapeutin,Leiterin des Instituts für Psychosomatik an der Medizin. Fakultät der Sigmund Freud PrivatUniversität WienForschungsschwerpunkte: E-mental health, Psychotraumatologie, Psychosomatik